Landtauchgänge in Dahab

Der Golf von Aqaba verläuft als tiefer Graben zwischen dem Sinai / Ägypten und Saudi-Arabien. An Dahabs Saumriffen wird aufgrund dieser Formation traditionell vom Land aus getaucht. Da der Graben sehr tief ist, fehlt es an weiteren vorgelagerten Riffen. Wir fahren mit dem Jeep und Pickup unsere 30 verschiedenen Tauchplätze an.

Die faszinierenden Bergmassive säumen die Küste von Dahab und Saudi Arabien. Diese Bergsilhouetten laden auf den kurzen Wegen zu den Tauchplätzen zum Träumen ein. Die am weitesten entfernten Tauchplätze sind in maximal 35-40 Minuten erreicht.

Zusätzlich bieten wir Sonderausflüge mit dem Boot zur Thistlegorm, nach Ras Mohammed und zur Straße von Tiran, jeweils ab Sharm el Sheikh, an. Bootsausflüge an die südlichen Riffe Dahabs sind ebenso möglich, sofern der Wind mitspielt.

Der Sinai, traditionell ein von Beduinen bewohntes Land, bietet das einmalige Erlebnis, Tauchplätze mit dem Kamel zu erreichen. Die Kamelsafaris starten im Norden am „Blue Hole“, so können wir an weiter entfernte, beeindruckende Tauchplätze vordringen, die so mit dem Auto nicht zu erreichen sind.

Bells & Blue Hole

BLUE-HOLE-77

Mehr erfahren zum Blue Hole

Der berühmteste und berüchtigte Tauchplatz Dahabs ist das Blue Hole. Es ist der nördlichste Tauchplatz, den man mit Jeep und Pickup anfahren kann.

Das Blue Hole ist ein großes, ovales und dunkelblaues Loch im Riffdach. Es hat einen Durchmesser von ca. 35 Meter und fällt bis auf über 100 m Tiefe ab. Die Außenwand des Blue Hole bietet einen wunderschönen Korallenbewuchs, ganz im Gegensatz zu der kaum bewachsenen Innenseite.

An dieser Stelle zieht sich der tiefe Graben direkt an der Uferlinie entlang. Die Steilwand ist atemberaubend. Man blickt in ein nicht enden wollendes tiefes Blau, und die Steilwand ist mit einer Vielzahl von Korallen bewachsen.

Dieser Platz bietet mindestens 3 unterschiedliche Varianten, betaucht zu werden.
Bei einem Einstieg in das Blue Hole überquert man über einen Sattel in 6 m Tiefe das Riffdach. Die Steilwand kann man nun linke oder rechte Schulter betauchen. Beide Seiten bieten den schönen Korallenbewuchs und das tiefe Blau.

Ein Stück weiter nördlich liegt der Einstieg Bells. Nach einer kurzen Kletterpartie an einem Felsblock vorbei, gelangt man zu einer Einkerbung am Ufer.
Taucht man an dieser Stelle ab, so öffnet sich ein U-förmiger Schacht; auf einer Seite offen, fällt diese Kaskade bis auf eine Tiefe von 27 m senkrecht ab. Der Abstieg ist ein atemberaubendes Erlebnis und kann zur Sucht führen.

Am Ende der Kaskade, die sich auf den letzten Metern zu einer Röhre schließt, sollte man darauf achten, dass der Auftriebskörper ausreichend aufgeblasen ist, denn an dieser Stelle fällt die Steilwand auf eine nicht ergründbare Tiefe ab (ca. 800 m). Der Steilwand folgt man rechte Schulter Richtung Süden. Die Überhänge und schönen Formationen lassen sich beim Verlassen der Tiefe genießen. Mit langsamem Tempo erreicht man den Sattel vom Blue Hole in 6m Tiefe nach ungefähr 30 Minuten.

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Mehr erfahren zum Canyon


Der Canyon zählt mit dem Blue Hole zu den bekanntesten Tauchplätzen Dahabs.
Allein dieser Tauchplatz lädt durch seine Vielfalt zu mehreren Tauchgängen ein.

Der Ein- und Ausstieg führt durch eine Lagune, welche sich durch das Riffdach bis ans Ufer zieht.
Am Ende der türkisblauen Lagune beginnt das schöne, tiefe Blau des Freiwassers außerhalb.

Taucht man in nordöstlicher Richtung, taucht ein tiefer Spalt im Riffplateau auf, der wahrscheinlich durch ein Erdbeben entstanden ist.
Dieser Canyon zieht sich durch das Plateau und beginnt auf ca. 12 Metern an einem hohlen Korallenblock, der „fishbowl“. Die „fishbowl“ sieht aus wie ein kleiner igluförmiger Pizzaofen und hat unten zwei größere Löcher. Es empfiehlt sich, dem Spalt bis auf etwa 20 Meter zu folgen und dort durch eine breite Öffnung in den Canyon hinein- und hinauszutauchen. Innerhalb fällt man leicht 30 m Tiefe und sandigen Boden.
Hier weitet sich der Canyon zu einer Höhle, die man nach oben in Richtung „fishbowl“ durchtaucht, bevor es zurück zum Ausstiegsloch geht. Hat man den Canyon verlassen, sieht man einen Vorhang aus Luftblasen aus dem Gestein kommen, die der Oberfläche entgegenstreben.

Verlässt man die Lagune in südwestlicher Richtung, kommt man in einen sehr vielfältigen Korallengarten.
Hinter den Hartkorallen sieht man häufig eine Schildkröte auftauchen. Skorpionfische und Flügelrossfische können hier ebenso beobachtet werden. Den Abschluss des Riffplateaus bildet eine Steilwand, die sehr schön bewachsen ist.

Der Einstieg des Tauchplatzes Canyon hat vom Spalt im Riffplateau, über einen Garten aus Hartkorallen mit vielen interessanten Riffbewohnern bis zum drop-off mit seinem tiefen Dunkelblau alles zu bieten, was das Taucherherz begehrt. Wir möchten an diesem Tauchplatz mindestens 3 Tauchgänge empfehlen.

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Mehr erfahren zu den 3 Pools


Der charakteristische Einstieg ist verantwortlich für den Namen des Tauchplatzes. Die durch Korallenwälle in drei Becken unterteilte Rifflagune ist der Einstieg in einen phantastischen Korallengarten. Dieser Korallengarten verteilt sich auf ein ca. 30 m breites Plateau, welches in ein drop-off übergeht.

In den Pools befinden sich häufig Gelbschwanz-Barakudas, mit etwas Glück kann man auch mal einen Seegrasgeisterpfeifenfisch finden. Außerhalb der Lagune begrüßen einen häufig eine Gruppe von Schwarzweiß-Schnappern.

Aus der Steilwand ragen Korallenblöcke, die mit ihren Bewohnern, den Glasfischen, zum Verweilen einladen.

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Mehr erfahren zu den Islands


Der Tauchplatz Islands gehört zu den schönsten Tauchplätzen in Dahab. Hier kommen Korallenliebhaber auf ihre Kosten. Der Tauchplatz besteht aus einem Labyrinth aus Korallen. Bei einer Durchschnittstiefe von 5-10 Metern und einer maximalen Tiefe von 18-20 Metern eignet sich dieser Tauchgang zum Entspannen. Bei Flut erreicht man den Einstieg leichter, denn man muss eine Distanz von etwa 50 Meter zu Fuß über das sandige Riffdach überwinden. Optional kann der Ein- und Ausstieg auch durch einen kleinen Tunnel führen, der sich direkt aufs Riffdach öffnet, bzw. direkt in den ersten Sandpool führt. Man kann damit den Weg abkürzen und wird in keiner Weise durch Wellen behindert.

Das Korallenlabyrinth trennt vier unterschiedlich große Sandpools vom Saumriff. Aus der Luft erscheint der Tauchplatz wie zwei sich ineinander schmiegende Inseln.

In dem Korallenlabyrinth begegnet dem Taucher eine große Schule Gelbschwanz-Barakudas, auch Blaupunkt-Rochen und die unglaublich großen Riesen-Kugelfische sind für diesen Tauchplatz typisch.

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Mehr erfahren zu Gabr El Bint


Der Tauchplatz Gabr el Bint ist nur mit Kamelen oder dem Boot zu erreichen und perfekt als Tagestörn geeignet, um die etwas entfernteren Tauchplätze zu erreichen.

Der erste Tauchgang führt durch Wolken von Fahnenbarschen zu einem Korallenarm, der auf der Innenseite eine Lagune umschließt und zur Außenseite steil in die Tiefe führt.
Nachdem man dem Korallenarm in nördlicher Richtung etwa 10 Minuten gefolgt ist, tauchen riesige Gorgonien auf, bei genauerem Hinsehen kann man Langnasenbüschelbarsche auf ihnen sitzen sehen. Korallenwächter und die riesigen Fächerkorallen sind so filigran, dass man aus dem Staunen kaum herauskommt.
Nach diesem Umkehrpunkt führt der Weg nun über den Korallenarm in die Lagune, die mit Tischkorallen übersät ist.
Unter den Korallenblöcken und Tischkorallen kann man Krokodilfische, Riesenkugelfische und Drachenköpfe ebenso wie die hübschen Blaupunktrochen beobachten. Auch eine Schildkröte ist in Gabr el Bint zu Hause und somit häufig zu sehen.
Die Mittagspause bereitet Vergnügen, denn die Beduinen kochen. Das frische Beduinenbrot ist ebenso empfehlenswert wie die anderen einfachen, aber extrem schmackhaften Bestandteile des Essens.
Der 2. Tauchgang kann entweder Richtung Süden gehen, wobei man einer Steilwand folgt, die neben Überhängen und einem schönen Bewuchs auch eine kleine Höhle auf 27 m zum Erkunden hat, oder man entscheidet sich, einfach nochmal diesem atemberaubenden Korallenarm zu folgen.

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